Jubiläumstreffen bei KOLBUS

Jubiläumstreffen bei KOLBUS
Maschinenbauer seit 10 Jahren Anlaufstelle für REFA-Schulungen im Industrial Engineering

Rahden. Maschinenbauer KOLBUS führt seit 10 Jahren REFA-Weiterbildungen durch. An einem Dienstag fand ein Jubiläumstreffen zwischen KOLBUS-Fachkräften und dem Kooperationspartner REFA OWL, der regionalen Gliederung des Nordwest e.V., statt. Zwei Ingenieure zeigten, wie die REFA-Lehre bei KOLBUS praktisch umgesetzt wird.

Die KOLBUS GmbH & Co. KG ist spezialisiert auf Maschinen und Anlagen zur Herstellung von Buchdecken und von Packmitteln aus Papier und Pappe für die Luxus-Markenartikelindustrie. Die Produkte werden weltweit ausgeliefert. Dass das Unternehmen in seiner Zentrale seit zehn Jahren regelmäßig REFA-Weiterbildungen veranstaltet, wissen wohl auch die Führungskräfte aus umliegenden Unternehmen. Denn auch sie schicken ihre Mitarbeiter zu Bildungszwecken nach Rahden in die KOLBUS-Zentrale. Personal-Fachfrau Sina Mußmann ist mitverantwortlich für die Seminarorganisation. Sie erläuterte: „Es kommen Belegschaftsmitglieder aus Industriefirmen quer durch alle Hierarchie-Ebenen – von Fach- und Führungskräften bis hin zum Werker.“

In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 150 KOLBUS-Beschäftigte geschult. Begonnen hatte die Kooperation im Jahr 2008 damit, dass bei KOLBUS in der damaligen Krisenzeit vorübergehend Kurzarbeit angemeldet wurde. Mußmann: „Wir suchten eine Möglichkeit, unsere Mitarbeiter weiter zu qualifizieren. Der damalige Produktionsleiter war begeistert von der REFA-Lehre. Er sorgte für die Zusammenarbeit mit REFA OWL.“ Seitdem organisiert der REFA-Regionalverband Ostwestfalen-Lippe die Schulungen und stellt die erfahrenen Lehrkräfte für die Veranstaltungen in den KOLBUS-Räumlichkeiten.

Bei KOLBUS gehört eine REFA-Qualifikation mit zu dem, was Mitarbeiter in der Arbeitsvorbereitung mitbringen oder neu absolvieren müssen. Sven Kolwey, Abteilungsleiter Arbeitsvorbereitung: „Wer bei uns beschäftigt ist, benötigt eine wirtschaftliche Sichtweise auf das, was er tut.“ Als Beispiel nannte er Unordnung als eine Verschwendungsart, die zu zeitaufwändigem Suchen führen kann. „Wer die sprichwörtliche REFA-Brille aufhat, räumt Sachen dann lieber sofort an den richtigen Platz.“ Lars Pielemeier, Geschäftsführer des REFA-Regionalverbands Ostwestfalen-Lippe, ergänzte: „In der REFA-Lehre gibt es viele Methoden, mit denen man ganz einfach Ordnung halten und schaffen kann.“ Weitere Inhalte des Methodenwerks drehten sich um andere Arten von Vergeudung und um die Frage, wie Arbeitsabläufe am besten gestaltet werden.

Auch Projektingenieur und Investitionsplaner Mathias Sieckmann ist überzeugt davon, dass sich die Inhalte aus den Weiterbildungen bei KOLBUS vielfältig einsetzen lassen. „Wenn wir über den Kauf einer neuen Maschine nachdenken, stellen wir REFA-geprägte Überlegungen an.“ Neben der Wirtschaftlichkeit gehe es auch um die Frage, ob Mitarbeiter sie gut bedienen könnten. „Arbeitsplätze müssen nach ergonomischen Prinzipien aufgebaut sein, damit möglichst wenig Belastung für die Beschäftigten entsteht.“ Und das wird in dem Maschinenbau-Unternehmen fast überall in Produktion und Verwaltung umgesetzt. Auch in Zukunft wird die erfolgreiche Kooperation zwischen REFA OWL und KOLBUS weitergeführt.